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Entsorgung von Bauschutt

Veröffentlicht am 2 Februar 2016 in Allgemein

Entsorgung von Bauschutt – Änderungen und Neuerungen

Es wird Ihnen voraussichtlich schon bekannt sein, dass die Fa. Buchinger ihre Baustoffrecyclingdeponie in Großhöflein mit Ablauf des 11.12.2015 geschlossen hat. Nachdem für die Standortgemeinden der Deponie Nord Großhöflein, Müllendorf und Wulkaprodersdorf die Vereinbarung mit dem BMV besteht, dass Baurestmassen (Bauschutt) kostenlos entsorgt werden dürfen, wurde mit der Fa. Schraufstädter, Wimpassing kurzfristig ein neuer Recycling-Partner gefunden.

Unabhängig davon kommt es mit Beginn des Jahres 2016 aufgrund eines neuen Bundesgesetzes (Recycling – Baustoffverordnung) zu  gravierenden Änderungen für die Anlieferung von Baurestmassen, welche hier kurz zusammengefasst sind:

  • Gebäudeabrisse mit mehr als 100 t (ca. 4 LKW Fuhren) dürfen nur noch nach rechtzeitiger Vorlage eines Abrisskonzeptes entsorgt werden. Die genauen Details dazu sind leider noch nicht bekannt, sodass seitens des BMV festgelegt wurde, dass bis 31.3.2016 jeweils nur eine Menge von 100 Tonnen pro Kunde übernommen wird. Sobald genauere Details bekannt werden, werden wir Sie umgehend darüber informieren.
  • Künftig sind immer die Bestätigungen durch und von der Gemeinde (Bauschuttzettel) zunächst an den BMV zu übermitteln. Der BMV entscheidet dann über die Übernahme der Baurestmassen (Kundenabfrage). Kleinmengen bis zu 15 Tonnen können weiterhin ohne Besichtigung  durch BMV-Mitarbeiter, sehr wohl aber nach Übermittlung der Bestätigung und Freigabe durch den BMV, problemlos zur Verwertung an die Fa. Schraufstädter übergeben werden.
  • Darüber hinaus gehende Mengen (z.B. Gebäudeabriss) sind vor dem Abriss und Abtransport dem BMV zu melden und können erst nach Besichtigung und Freigabe durch den BMV (Hr . Frank 0664/30 39 559) angeliefert werden. Dazu wurde seitens des BMV darauf aufmerksam gemacht, dass unbedingt eine Vorlaufzeit von 2 Wochen eingeplant werden sollte. Wir empfehlen daher, dass größere Gebäudeabrisse genau überlegt und geplant werden und auch die baubehördlichen Genehmigungen (Anrainerrechte, Sicherheit, ….) rechtzeitig eingeholt werden.
  • Übernommen werden nicht kontaminierte, sortenreine, wiederverwertbare Baurestmassen mit bis zu 5 % Fremdstoffgehalt. Als wiederverwertbar wurden dabei nur Ziegel und Beton eingestuft. Als Fremdstoffe gelten: Kunststoffe, Elektro- und Sanitärinstallationen, Insolierungen (z.B. Styropor, Mineralwolle), Kunstmarmor, Gips und Gipskartonplatten, Heraklith, Fliesen, Glas, etc. Vermischte Anlieferungen mit mehr als 5 % Fremdstoffgehalt werden nicht auf Kosten des BMV übernommen und sind vom Entsorger selbst zu bezahlen.
  • Reiner Bodenaushub kann nach wie vor zur Deponie Nord geliefert werden. Der Deponieverordnung 2008 entsprechend, muss ab 2000 Tonnen Bodenaushub eine chemische Analyse vorgelegt werden.

Abschließend ersuchen wir, aufgrund der doch sehr umfassenden Umstellungen und fehlenden Erfahrungswerte, sich bei geplanten Bauschuttentsorgungen rechtzeitig mit dem Gemeindeamt in Verbindung zu setzen.

 

Hier finden Sie die Information des BMV in Sachen Entsorgung Bauschutt – für weiter Fragen können Sie sich gerne an den BMV wenden.